AI Act

Recht
Auch bekannt als: EU AI Act, KI-Verordnung, Artificial Intelligence Act
EU-Verordnung zur Regulierung von KI-Systemen nach Risikostufen - seit August 2024 in Kraft, Fristen für Hochrisiko-KI durch Digital Omnibus auf 2027/2028 verschoben

Was ist der AI Act?

Der AI Act ist die EU-Verordnung zur Regulierung von KI-Systemen. Sie ist am 1. August 2024 in Kraft getreten, die konkreten Pflichten greifen aber gestaffelt. Durch den Digital Omnibus, Ende Juni 2026 final gebilligt, wurden die Fristen für Hochrisiko-KI verschoben: eigenständige Systeme nach Anhang III müssen erst ab 2. Dezember 2027 konform sein, in regulierte Produkte eingebettete KI nach Anhang I ab 2. August 2028. Die Transparenzpflichten nach Artikel 50 bleiben dagegen beim ursprünglichen Termin 2. August 2026.

Wie er aufgebaut ist

Der AI Act ordnet KI-Systeme nach Risikostufen ein - von verbotenen Praktiken über Hochrisiko-KI bis zu Systemen mit minimalem Risiko. Die konkreten Pflichten hängen von dieser Einstufung und von der jeweiligen Rolle ab - etwa davon, ob ein Unternehmen ein System unter eigenem Namen anbietet oder es in eigener Verantwortung einsetzt.

Warum der AI Act auch Unternehmen außerhalb der EU betreffen kann

Der AI Act gilt in der gesamten EU und wirkt darüber hinaus: Auch Anbieter außerhalb der EU müssen ihn einhalten, wenn ihre KI-Systeme in der EU eingesetzt werden oder ihre Ergebnisse in der EU genutzt werden.

Warum der AI Act praktische Auswirkungen hat

  • Die Pflichten hängen von der Rolle - Anbieter oder Betreiber - und von der Risikoeinstufung des jeweiligen Systems ab
  • Nicht jedes KI-System ist automatisch Hochrisiko-KI - die Einstufung richtet sich insbesondere nach den Produktbereichen des Anhangs I und den Einsatzbereichen des Anhangs III
  • Viele Unternehmen müssen den AI Act kennen, obwohl sie selbst keine KI entwickeln, sondern nur einsetzen

Weiterführend

Verwandte BegriffeHochrisiko-KI
General Purpose AI
Anbieter
Betreiber
Digital Omnibus

Quellen

Quellen archiviert am: 2026-08-02